Delta Barth Presse

Energieeffizienz zahlt sich aus

Innovative Ideen, wirtschaftliche Weiterentwicklung und Nachhaltigkeit – das alles verbindet die Limbacher Oberflächenveredlung GmbH (LOV) in ihrem Unternehmenskonzept. Mit cleveren Fertigungsprozessen und ganzheitlichem, softwaregestütztem Management der Betriebsabläufe zeigt die LOV, wie erfolgreich ressourcenschonende Produktion sein kann.

Energieeffizienzinitiative bei Beschichtungsunternehmen LOV Bild LOVDie Limbacher Oberflächenveredelung GmbH ist ein klassischer Lohnbeschichter für Nasslackierung sowie Pulverbeschichtung und veredelt Produkte für den Anlagen- und Maschinenbau, die Bau- und Fassadenindustrie, den Fahrzeugbau und zahlreiche andere Branchen. Neben Maschinenumhausungen und Fahrzeugteilen beschichten die Spezialisten der LOV auch ganze Fassadenkonstruktionen aus Metall. So verdankt auch die Bibliothek in Birmingham ihr außergewöhnliches Aussehen einer in Limbach-Oberfrohna pulverbeschichteten Aluminiumfassade. Die Qualität aus Sachsen ist somit auf der ganzen Welt im Einsatz. Als erstes Unternehmen der Lohnbeschichtungsbranche aus den neuen Bundesländern erreichte die LOV 2004 die Automobilnorm nach ISO TS 16949. Zahlreiche weitere Qualifikationen und Mitgliedschaften in internationalen Vereinigungen wie der GSB (Qualitätsgemeinschaft für Stückbeschichtung von Bauteilen) und der IQC (Industrial Quality Coating) folgten. Seit ihrer Gründung im Jahr 1998 blickt die LOV somit auf eine rasante Entwicklung vom Handwerksbetrieb zu einem Industrieunternehmen auf internationalem Niveau zurück.

Diese Entwicklung verdankt das Unternehmen auch seiner Innovationskraft. Im hauseigenen Labor entstand beispielsweise ein neuartiger, ausgasungsresistenter Grundierungspulverlack, der auf anspruchsvollen Untergründen wie Feuerverzinkungen oder Druckguss Nacharbeiten deutlich reduziert. Auch an kratzresistenten Pulverlacken wird geforscht, welche die Gebrauchsfähigkeit beschichteter Produkte erheblich verlängern können. Dank Ideen wie dieser konnte die LOV immer neue Marktmöglichkeiten für sich erschließen. Aber auch in die Optimierung der eigenen Fertigungs- und Arbeitsprozesse investierte das Unternehmen viel Energie, und das zahlt sich aus. Eindrucksvoll ist vor allem die energiesparende Arbeitsweise der hochmodernen Pulverbeschichtungs- und Nasslackieranlage, dem Herzstück des Betriebes. Getrennt voneinander werden Stahl- und Aluminiumteile in der Vorbehandlungsanlage für den optimal korrosionsgeschützten Farbauftrag vorbereitet. In zwei Pulverkabinen mit automatischem Schnellfarbwechsel und einer voll klimatisierten Nasslackkabine erhalten die Werkstücke anschließend eine Beschichtung. Die Beförderung der Teile übernimmt das Power-And-Free-Transportsystem an der Hallendecke. Angesichts einer derartig komplexen Maschinerie ist in puncto nachhaltiger Produktion Köpfchen gefragt.

Ein ausgeklügeltes System aus Prozessöfen und Wärmetauschern sorgt hierbei für eine besonders hohe Energieeffizienz. Durch die Blockanordnung der Öfen wird die erzeugte Abwärme fast vollständig verwertet. Die computergesteuerte Temperaturführung der Öfen reduziert darüber hinaus Temperaturschwankungen und spart somit zusätzliche Energie. Die eingesetzten Wärmetauscher verbessern ebenfalls erheblich die Energiebilanz des Unternehmens: So wird die Abwärme der Druckluftkompressoren als Ergänzung zur Hallenbeheizung eingesetzt, und auch die Zuluft der Nasslackierkabine wird zum Teil aus hausinternen Prozessen gespeist. Das nächste Energiesparwunder ist bereits in Planung: Die Abwärme des Pulverofens soll ergänzend zur Erzeugung der Prozesswärme der Aktivbäder in der Vorbehandlung eingesetzt werden. Aber nicht nur Wärme auch Wasser wird bei der LOV bestmöglich genutzt, denn das Prozesswasser wird mittels einer speziellen Aufbereitungsanlage im Kreislauf geführt. Dadurch verbraucht der Betrieb in der gesamten Produktion weniger Abwasser als ein durchschnittlicher 4-Personen-Haushalt. Abgerundet wird das Energiekonzept des Unternehmens durch eine vollständige Umstellung auf LED-Leuchtmittel.

Nachhaltigkeit wird somit auf allen Ebenen groß geschrieben; ein Prinzip, das sich nahtlos in den Fertigungsprozessen selbst fortsetzt. Bereits in der Arbeitsvorbereitung wird auf eine ressourcenschonende und exakte Vorplanung der eingesetzten Prozesse und Materialien geachtet. Der perfekte Farbauftrag kann nur gelingen, wenn die gewünschten Produkteigenschaften bis ins Detail bekannt sind. So müssen die funktionalen Eigenschaften einer Außenfassade ganz anderen Anforderungen genügen als die einer Maschinenumhausung: Korrosionsschutz, Wärme- und Schalldämmung sowie andere Anforderungen der Industrie gilt es dabei zu berücksichtigen. Sind diese Parameter bekannt, kann die Verarbeitung hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit kontinuierlich verbessert werden. Einige Beispiele: Bei der Reinigung der Werkstücke in der Vorbehandlung wird weitgehend auf den Einsatz von Lösemittel verzichtet. Stoffe, die zur Erzeugung von Konversionsschichten auf den Oberflächen verwendet werden und damit die Haftbarkeit und Haltbarkeit des Lacksystems gewährleisten, werden durch ständige Kontrolle hochpräzise und damit so sparsam wie möglich dosiert. Während der Pulverbeschichtung ist es durch permanente Überwachung der Ofen- und Objekttemperatur möglich, optimale Einbrennparameter im Pulverofen zu erzielen – unnötig hohe Temperaturen werden so vermieden. Weiterhin ermitteln die Spezialisten der LOV mithilfe von Ultraschallmessungen vor dem Einbrennprozess die bestmögliche Schichtdicke, um einen gleichmäßigen Farbauftrag zu gewährleisten. Die automatische Teileerkennung sorgt darüber hinaus für einen punktgenauen Farbauftrag, der Pulververbrauch wird somit weiter optimiert. Ein Materialausnutzungsgrad von bis zu 95% und eine deutliche Energieersparnis sind die überzeugenden Ergebnisse dieser Arbeitsweise.

Die softwaregestützte Vernetzung aller Arbeitsbereiche leistet ebenfalls einen wesentlichen Beitrag zum ressourcenschonenden Gesamtkonzept. Die Basis der Softwarelandschaft bildet dabei das ERP-System DELECO®. Bereits seit ihrer Gründung setzt die LOV auf die Software der DELTA BARTH Systemhaus GmbH, die heute aus den täglichen Arbeitsprozessen nicht mehr wegzudenken ist. Einkauf, Verkauf, Disposition und Projektmanagement werden von DELECO® ebenso abgebildet wie das Rechnungswesen und Controlling. Aber auch die Abläufe der Fertigungssteuerung, Qualitätskontrolle, Lagerhaltung oder des Instandhaltungsmanagements werden mithilfe von DELECO® gesteuert. Als Lohnbeschichter arbeitet die LOV projektbezogen, kein Auftrag gleicht dem anderen. Daher ist es unerlässlich, das Lager mit seinen unzähligen Lacken und Farbpulvern immer im Blick zu haben. Wird ein Lack zur Verarbeitung aus dem Lager entnommen, wird dies durch Scannen des angebrachten Barcodes dokumentiert und direkt an die ERP-Software übermittelt. Dank der durchgängigen Abbildung von Einkauf, Projektmanagement, Fertigung und Lagerwirtschaft verfügt das Unternehmen somit stets über hochaktuelle Informationen zum derzeitigen Lagerbestand. Ein bedarfsabhängiger und somit ressourcenschonender Einkauf wird damit gewährleistet. In der Praxis bedeutet dies: Kein Pulver, kein Lack überschreitet durch zu lange Lagerung sein Verfallsdatum!

Auch im Bereich des Instandhaltungsmanagements zeigt sich das energie- und ressourcenschonende Potential einer umfassenden Software-Lösung. Ein Beispiel hierfür liefert die vorausschauende Wartung, welche bereits bei der Pulverbeschichtungs- und Nasslackieranlage zum Tragen kommt. Tatsache ist, Wartung spart Ressourcen und verlängert die Lebensdauer der Komponenten, was sich gut anhand eines Motors darstellen lässt: So kann unter anderem durch eine im Wartungsplan verankerte, turnusgemäße Reinigung der Motoren eine geringere Hitzeentwicklung innerhalb des Motors und damit ein geringerer Stromverbrauch der Anlage erzielt werden. Auch die Umstellung sämtlicher Vorbehandlungspumpen auf eine intelligente, SPS-gestützte Frequenzsteuerung zur Reduzierung des Energieverbrauchs und von Reparatur- und Wartungskosten leistet einen messbaren Beitrag zur ressourcenschonenden Produktion. Diese Punkte überzeugten auch eine Fachjury aus Vertretern des Fraunhofer IPA, des Bundesumweltministeriums und führender Unternehmen sowie der Redaktion besser lackieren. Im November 2013 wurde die LOV mit dem „besser lackieren. Green Award 2013“ prämiert. Mit dem Green Award werden nur Unternehmen ausgezeichnet, welche die Nachhaltigkeit ihrer Arbeit im Leistungs-, Innovations-, Ökonomie-, Ökologie- und Sozialprofil nachgewiesen haben. Als weitere Würdigung der energiepolitischen Leistungen konnte die LOV am 04.04.2014 den Sächsischen Gewerbeenergiepass vom sächsischen Wirtschaftsminister entgegennehmen.

Innovative Produktionsverfahren, ressourcenschonende Konzepte und eine clevere Unternehmenssoftware – das sind die Faktoren, welche die Limbacher Oberflächenveredlung GmbH so erfolgreich machen.

Autor:

Steffi Dachrodt
Pressereferentin | DELTA BARTH Systemhaus GmbH

Steffi Dachrodt Presse

Ansprech­­­partnerin

Steffi Dachrodt

presse@delta-barth.de
+49 3722 71700

 

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